Beruflich leitet er Projekte, oft unter Druck und häufig unterwegs. In fast jedem Bereich seines Lebens beobachtet er genau, misst nach und stellt so lange nach, bis etwas funktioniert. Beim Essen gelang ihm das nie. Er hatte mehrfach abgenommen, meist mit einer Stoffwechselkur, und danach jedes Mal langsam wieder zugenommen.
Er beschreibt es selbst mit einem Bild aus seinem Alltag: als säße er in einem Rennwagen, komme aber nicht ans Lenkrad und müsse das Auto mit groben Gasstößen ungefähr in die richtige Richtung zwingen.
Er steuert alles, nur beim Essen fehlte der Zugriff
Er hat Informatik studiert und promoviert und geht die Dinge entsprechend an. Er misst, prüft und optimiert, was in seinem Leben passiert, im Beruf ebenso wie beim Sport. Nur die Ernährung blieb ein Bereich, in dem er kaum steuern konnte.
Abnehmen selbst war dabei nie das Problem. Mehrfach hatte er mit einer Stoffwechselkur Gewicht verloren. Sobald die Kur endete, ging es langsam wieder nach oben. Diese Wiederholung war es, die ihn frustrierte, weil er genau wusste, dass ihm hier ein Werkzeug fehlte, das er in anderen Feldern längst hatte.
„Ich habe es im Griff. Diese Sicherheit, dass ich jetzt am Steuer bin, hat den großen Unterschied gemacht.“
Klient aus der Beratung
Der Moment, in dem er zum ersten Mal ans Lenkrad kam
In der Begleitung ging es nicht um die nächste Kur, sondern darum, sein eigenes Essverhalten zu verstehen. Genau das war für ihn der Wendepunkt. Er bekam zum ersten Mal das Gefühl, die Zusammenhänge selbst zu durchschauen und darauf reagieren zu können, statt nur grob dagegenzuhalten.
Als Ingenieur war er damit sofort wieder in seinem Element. Nicht mehr Gasstöße Richtung Bande, sondern verstehen, beobachten, nachsteuern. Aus einem blinden Fleck wurde ein Bereich, den er bewusst gestalten konnte.
Was sich außen verändert hat
In gut einem halben Jahr ging sein Gewicht von etwa 115 auf knapp 100 Kilo herunter. Die Kurve zeigt weiter langsam nach unten. Auch alte Beschwerden an Knie und Schulter möchte er dadurch entlasten.
Dazu kam Bewegung, die vorher nicht stattfand. Erstmals seit längerer Zeit lief er wieder eine Runde, und anders als früher machte es ihm sogar Freude. Er baut Krafttraining und etwas Ausdauer nach und nach in seinen Alltag ein, in einem Tempo, das zu ihm passt.
Wie er heute mit schwierigen Momenten umgeht
Der eigentliche Unterschied liegt für ihn woanders als auf der Waage. Er nennt es Gelassenheit. Wo früher Schuldgefühle vor der vollen Portion standen, steht heute die Sicherheit, dass er selbst entscheidet, was und wie viel auf den Teller kommt.
Dabei ist nicht alles glatt. Abends auf dem Sofa gehört manchmal ein Riegel Schokolade dazu, und regelmäßig liegt er etwas über dem, was er sich vornimmt. Das behandelt er nicht als Rückfall, sondern als eine Frage, an der er mit denselben Werkzeugen ruhig weiterarbeitet. Dass solche Punkte immer wieder auftauchen werden, ist für ihn kein Zeichen von Scheitern, sondern normaler Teil eines Umgangs, den er jetzt beherrscht.
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Selbstcheck startenFür wen diese Geschichte relevant ist
- Menschen, die schon mehrfach abgenommen und das Gewicht danach nie gehalten haben.
- Menschen, die im Beruf viel steuern und beim Essen trotzdem nicht weiterkommen.
- Menschen, die verstehen möchten, warum etwas wirkt, statt der nächsten Kur zu folgen.


